Woher wir kamen, wohin wir stolpern...
Die andere
Geschichte.
Nehmen wir an, "die
Vertreibung der Menschen
aus dem Paradies“ durch Gott hätte einen ganz
anderen
Hintergrund als den, den uns Kleriker von Kindesbeinen
an
weis machen: Bekäme dann nicht auch manche
biblische Überlieferung
einen ganz anderen Sinn? Wie
wäre es, wenn dieser biblische
Mythos nur die
Geschichte der Zerstörung der großen
alten
Frauenkulturen spiegelte?
Kulturen, die es angeblich nie gab –
nicht
gegeben haben darf, weil sie die gängige
Ideologie
vom Vatergott und der Überlegenheit des
Männlichen
ins Wanken brächte?
Warum nur
haben Männer und ihre
Herrschaftssysteme ein so dringendes
Bedürfnis,
Geltung als von Gott Auserwählte zu erlangen?
Mit der Zerstückelung dessen, was
heute als
„Kultur“ bezeichnet wird, zeigt sich, was sich
in
vergangenen Jahrhunderten mit der Zerstückelung
von
Land zuerst beim Adel und später bei den
Bauern ereignet hat.
Jeder Sohn hatte am Ende nur
mehr ein Bruchstück Land, das er
zwar
„beherrschen“ konnte, das ihn und
„seine“ Familie
aber nicht mehr ernährte. Vor Zeiten haben
Mit
Väter und Söhne
das Land,
die Mutter Erde, an sich
gebracht,
aber im Laufe ihrer Herrschaft ist es unter ihren
Händen
zerbröselt. Mit der Kultur ist es ähnlich.
Sie haben sich
Kultur-Fragmente angeeignet, sie
entkernt und die
Inhalte ins Gegenteil verkehrt.
Damit haben diese über die
Jahrhunderte ihre
ursprünglichen Inhalte verloren, doch die
neuen
„Werte“ haben sich als fiktiv erwiesen und sind
als
unwahrhaftig längst durchschaut worden. Erhalten
geblieben
sind dekorative Kulturhülsen und...
was
bleibt, ist ein Berg von Schutt und Abfall,
auf dessen höchstem
Gipfel sich paranoide Alpha-
männchen und Möchtegerngurus tummeln
und
gegenseitig bekämpfen. Leider bringen sie sich
nicht
gegenseitig um, dafür haben sie das Fußvolk
und die „Natur“ zu
ihren Füßen. Die große Freiheit
unserer Zeit ist in Wahrheit eine
Diktatur von Industrie
und Kommerz hinter Glitzerfassaden und
Glitzer-
klamotten.
Die
vorbiblischen, vorpatriarchalen
Gesellschaften, von denen es
heute nur noch winzige
Reste gibt, kannten zwar Königinnen und
Könige,
aber keine Herrschaft. Ihre Sozialordnung war
und
ist noch egalitär. Sie werden in der
Wissenschaft
„Matriarchate“ oder Göttinkulturen (Cultures of
the
Goddess) genannt.
Matriarchate
waren nie
die „Herrschaft der Mütter über
arme unterdrückte Männer“ und auch
nicht die
Umkehrung des Patriarchats; allein die
Vorstellung
wäre absurd. Sondern sie waren die einzigen
Gesell-
schaften der bisher bekannten Menschheits-
geschichte,
für die eine friedliche Entwicklung über
lange Zeiträume in
Prosperität bekannt ist.
Frauen
werden
sich künftig den patriarchalen
Mythen in dem Bewusstsein
nähern müssen, daß
diese in ihrem Sinngehalt verdreht und
sinnentstellt
sind. Das gilt auch für die biblischen Mythen.
Auch
die biblische Überlieferung ist anfangs
mündlich
gewesen, sie ist älter als ihre Niederschrift.
Man
geht davon aus, daß diese vor etwa 3000
Jahren
stattfand. Die jüdische Religion ist um einiges
älter
und sie hat ihre Wurzeln in der wiederum
weitaus
älteren matriarchalen Kultur.
Zukunft
mit Krieg und Herrschaft ist heute
schon
nicht mehr mehr vorstellbar. Es wäre
jedoch
illusionär, sich in so etwas wie "neue
Matriarchate“
hineinträumen zu wollen. Aber nach rund
6000
Jahren „Entwicklung“ zur Barbarei wird eine
Neue
Kreativität von Nöten sein, die das
„Andere“ kennt
und sich anderes vorstellen kann. Frauen
allein
werden die Last nicht mehr schultern
können.
Männer werden mit anpacken müssen.
Aber es
werden Männer sein müssen,
die sich vorstellen können, ohne
Herrschaft zu leben,
vor allem ohne Herrschaft über Frauen, wenn aus
der
„elenden Zeit“ (Zitat) in der wir leben, wieder
eine
lebenswerte gewaltfreie werden sollte. Nur so, mit
der
Unterstützung von Männern, werden Frauen
zurückfinden können zu
ihrem Ureigenen, von dem
die meisten selbst nichts mehr wissen.
Die Himmelsscheibe von Nebra
(ca. 3600 Jahre alt)
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Unten: Himmelsscheibe
von Nebra mit Vollmond, zunehmendem Mond und oberhalb dazwischen den
Plejaden (Siebengestirn), hier in der ältesten Version, in späterer
Zeit mit Änderungen versehen;
ca. 3600 Jahre alt, tellergroß
http://de.wikipedia.org/wiki/Himmelsscheibe
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Dieses archäologische
Fundstück, kaum in der Öffentlichkeit bekannt geworden, wurde flugs
von „Herren der Schöpfung“ in Besitz genommen und mit „Macht
und Fürsten“ in Verbindung gebracht, obwohl über das
Leben der Menschen vor 3-4000 Jahren, mangels schriftlicher
Aufzeichnungen, so gut wie nichts bekannt ist.
Die
ehrliche Forschung arbeitet noch an der wissenschaftlichen
Entschlüsselung des hochinteressanten Fundobjekts. Die bisherige
Erforschung früher Kulturen hat aber gezeigt, daß männlich-
patriarchale Vorstellungen vom seit der
„Schöpfung“ bestehenden Patriarchat reine Phantasieprodukte
sind. Die Kultur und die Sozialordnung der alten Völker war
zu jener Zeit noch überwiegend matriarchal
tradiert; in Luxemburg gab es Reste dieser Kultur bis
1780.
Die
Darstellung des Mondes und des Sieben-Gestirns legt den Ursprung der
Himmelsscheibe aus einer der frauenzentrierten Urkulturen
nahe.
Die
patriarchal-männliche Vereinnahmung ist somit rein kommerziell
begründet. Papier ist geduldig. Bücher werden gedruckt, um Geld zu
machen. Mit Wissen hat bedrucktes Papier nicht zwingend etwas
zu tun. Die Wissenschaft kann mit kommerzieller Piraterie
ausgetrickst werden, und das geschieht Tag für
Tag. |
Mehr dazu demnächst auf der letzten
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